Immer wieder sehe ich das bei meiner Arbeit: Die Website ist irgendwann „fertig“ – und verschwindet dann aus dem Alltag. Sie läuft, bringt Anfragen, alles scheint okay. Und dennoch kommt immer wieder ein Gefühl von: Ich müsste mal wieder ran.
Denn das Business entwickelt sich weiter, die Website bleibt aber oft stehen.
Nicht, weil du dich nicht kümmerst.
Sondern weil Website-Pflege im Alltag selten Priorität hat – solange nichts kaputt ist.
Ich sehe das in so vielen Projekten: Die Website wird einmal mit viel Energie erstellt und danach eher gemieden. Nicht aus Desinteresse, sondern weil unklar ist, was eigentlich regelmäßig getan werden sollte und wie oft.
Und genau das sorgt für dieses unterschwellige Unruhegefühl.
In diesem Beitrag zeige ich dir eine einfache, realistische Website-Pflege-Routine, mit der deine Website aktuell bleibt, ohne dass sie zu einer Dauerbaustelle wird.
Keine To-do-Liste für „irgendwann“. Sondern klare Schritte, die sich gut in deinen Alltag integrieren lassen – auch 2026.
Warum eine Website niemals „fertig“ ist
Eine Website ist kein abgeschlossenes Projekt.
Sie ist ein Arbeitswerkzeug – und genau so sollte sie auch behandelt werden.
Dein Business verändert sich:
- du schärfst dein Angebot
- deine Zielgruppe wird klarer
- deine Arbeitsweise entwickelt sich weiter
Wenn deine Website das nicht widerspiegelt, entsteht ein Bruch.
Viele meiner Kundinnen sagen dann Sätze wie:
„Eigentlich passt meine Website gar nicht mehr richtig zu mir.“
Das ist kein Zeichen von Scheitern – sondern von Entwicklung.
Die Lösung ist nicht der nächste große Relaunch, sondern regelmäßige, kleine Pflege-Schritte.
Die Website-Pflege-Checkliste: Was gehört regelmäßig dazu?
1. Technik
Technik ist der Bereich, der am häufigsten ignoriert wird – und gleichzeitig der, der später am meisten Stress verursacht. Viele meiner Kundinnen sagen: „Solange alles läuft, fasse ich nichts an.“ Das ist verständlich, aber riskant. Technikpflege heißt nicht, ständig etwas zu verändern, sondern regelmäßig zu prüfen, ob die Basis stabil ist. Updates, Backups und Tests sorgen dafür, dass kleine Probleme nicht zu großen Baustellen werden. Wer hier eine einfache Routine etabliert, spart sich im Ernstfall viel Zeit, Nerven – und Geld.
- Updates für WordPress, Plugins und Theme
- Backup prüfen (existiert es wirklich und ist es aktuell?)
- Funktionieren Formulare, Buchungstools und Automationen?
- Gibt es Fehlermeldungen oder auffällige Ladezeiten?
👉 Technik muss nicht ständig angepasst werden – aber regelmäßig kontrolliert.
2. Inhalte
Inhalte werden selten von heute auf morgen falsch. Sie veralten schleichend. Formulierungen passen nicht mehr ganz, Angebote haben sich weiterentwickelt, Schwerpunkte haben sich verschoben. Genau deshalb lohnt sich der regelmäßige Blick auf die wichtigsten Seiten. Nicht, um alles neu zu schreiben, sondern um zu prüfen: Entspricht das noch meinem aktuellen Stand? Eine gepflegte Website wirkt nicht nur professioneller, sie fühlt sich für dich selbst auch stimmiger an – und das spüren deine Besucherinnen.
- Passt die Startseite noch zu deinem aktuellen Angebot?
- Sind Texte, Preise und Leistungen aktuell?
- Spiegelt die Über-mich-Seite dich und deine Haltung noch wider?
- Gibt es Seiten, die du heute anders formulieren würdest?
👉 Inhalte altern leise. Gerade deshalb lohnt sich der regelmäßige Blick.
3. SEO & Auffindbarkeit
SEO wird oft als großes, kompliziertes Thema wahrgenommen. In der Website-Pflege geht es aber nicht um perfekte Rankings, sondern um saubere Grundlagen. Aktuelle Meta-Texte, funktionierende Links und verständliche Inhalte reichen oft schon aus, um gut auffindbar zu bleiben. Gerade ältere Seiten oder Blogbeiträge profitieren davon, wenn du sie gelegentlich aktualisierst. SEO ist kein Extra-Projekt – es ist Teil einer gut gepflegten Website.
- Stimmen Meta Title und Descriptions noch?
- Gibt es Seiten, die du inhaltlich aktualisieren könntest?
- Funktionieren alle internen Links?
- Sind Bilder sinnvoll benannt und nicht unnötig groß?
👉 SEO ist keine Einmal-Aufgabe, sondern Teil guter Pflege.
4. E-Mail-Marketing & Automationen
Automationen sind großartig – solange sie aktuell sind. Viele Willkommensmails, Lead-Magnet-Auslieferungen oder Buchungsbestätigungen wurden einmal eingerichtet und danach nie wieder angefasst. Dabei verändern sich Angebote, Links oder Landingpages regelmäßig. Eine kurze Prüfung stellt sicher, dass deine Kommunikation weiterhin stimmig ist und niemand ins Leere klickt. Website und E-Mail-Marketing sollten immer zusammengedacht werden – sie sind Teil desselben Systems.
- Funktionieren Anmeldeformulare und Double-Opt-in?
- Sind Willkommensmails noch aktuell?
- Verweisen Mails auf Seiten, die es noch gibt?
- Passen Lead-Magnete und Angebote noch zusammen?
👉 Website und E-Mail-Marketing gehören zusammen – und sollten gemeinsam gepflegt werden.
So bleibt deine Website aktuell & stressfrei
Eine realistische Pflege-Routine für dein Jahr
Du musst das nicht ständig machen.
Im Gegenteil: Zu viel auf einmal führt dazu, dass gar nichts passiert.
Ich empfehle diese einfache Struktur:
Einmal pro Quartal
- Updates & Backup prüfen
- Formulare und Buchungstools testen
- Kurzer Inhalts-Check der wichtigsten Seiten
Zeitaufwand: ca. 30-60 Minuten
Halbjährlich
- Angebotsseiten überarbeiten
- Startseite & Über-mich-Seite prüfen
- Newsletter-Automationen aktualisieren
Zeitaufwand: 1-2 Stunden
Einmal pro Jahr
- Größerer Website-Check: Struktur, Inhalte, Ausrichtung
- Entscheidung: Was bleibt, was darf gehen?
- Kleine Optimierungen statt Komplettumbau
Zeitaufwand: je nach Umfang – planbar und bewusst
Mini-Relaunch oder stetige Pflege – was ist sinnvoller?
Viele denken beim Wort „Website-Pflege“ sofort an einen Relaunch.
Dabei ist das oft gar nicht nötig.
Ein Mini-Relaunch kann sinnvoll sein, wenn:
- sich dein Angebot grundlegend verändert hat
- deine Zielgruppe eine andere geworden ist
- die Struktur nicht mehr verständlich ist
In vielen Fällen reicht aber stetige Pflege:
- Texte schärfen
- Seiten zusammenführen
- klare Navigation
- bessere Inhalte statt mehr Seiten
Das ist günstiger, stressfreier – und nachhaltiger.
So blockst du Zeit – und schiebst es nicht ewig vor dir her
Der wichtigste Punkt zum Schluss:
Website-Pflege passiert nicht „irgendwann“.
Was hilft:
- Feste Termine im Kalender (z. B. „Website-Check Q2“)
- Kleine, klar definierte Aufgaben
- Realistische Zeitfenster
Und ganz ehrlich:
Wenn du merkst, dass du diese Aufgaben immer wieder aufschiebst, liegt das oft nicht an dir – sondern daran, dass du zu viel alleine stemmen willst.
Fazit: Website-Pflege darf leicht sein
Eine aktuelle Website ist kein Luxus.
Sie ist die Grundlage dafür, dass dein Marketing ruhig, klar und verlässlich funktioniert.
Mit einer einfachen Routine:
- bleibt deine Website stimmig
- wirkst du professionell
- und ersparst dir Stress und große Baustellen
Wenn du dir wünschst, dass deine Website zuverlässig läuft – ohne dass du dich ständig darum kümmern musst –, begleite ich dich gern.
Ich unterstütze dich bei:
- Website-Erstellung & -Betreuung (WordPress)
- E-Mail-Marketing & Newsletter (brevo)
- Klarheitscalls zu Struktur, Pflege und sinnvollen Maßnahmen
Melde dich einfach bei mir – dann schauen wir gemeinsam, was für dich und dein Business sinnvoll ist.
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